Forschungs-ergebnisse

"Auch mit eigener Wissenschaft, kann man Wissen schaffen."

Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit verwende ich quantitative und qualitative Methoden, um ausgewählte Fragestellungen in meinen Forschungsfeldern zu analysieren und die daraus resultierenden Ergebnisse der Forschungs-Community vorzustellen. Die daraus abgeleiteten Forschungsergebnisse sind auf dieser Homepage kurz zusammengefasst. Interessenten können die betreffenden Artikel direkt bei mir anfordern.

Konsumenten-verhalten und Lebensmittel-versorgung unter Corona-Bedingungen

Die immer noch aktuelle COVID-19-Pandemie beeinflusst die Wirtschaft und die Gesellschaft und verändert das Konsumverhalten der Verbraucher. Es sind produktspezifische Entwicklungen zu beobachten, für die es verschiedene Gründe und Auslöser gibt. Die Branche der Lebensmittelversorgung wird dadurch vor Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen gilt. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Kaufverhalten und die Lebensmittelversorgung betrachtet. Hierbei werden ausgewählte Forschungsfragen anhand von Experteninterviews und Umsatzzahlen des Lebensmitteleinzelhandels einer möglichen Beantwortung zugeführt.

Publiziert in:
Erlenberg, T. M. L., Sorrentino, G., & Situm, M. (2021). Konsumentenverhalten und Lebensmittelversorgung unter Corona-­Bedingungen: Welche Auswirkungen hat die Pandemie­-Krise auf das Kaufverhalten im Lebensmitteleinzelhandel? Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 17(5), 232-238.

Krisenbewältig-ung durch Innovations-management

Der Blick in die Literatur zeigt, dass es sehr viele Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Innovation und Unternehmenserfolg gibt. Wenn man jedoch einen möglichen Zusammenhang zwischen Innovation und dessen Potenzial zur Bewältigung von Unternehmenskrisen erklären möchte, dann wird eine klare Forschungslücke sichtbar. Ursachen hierfür sind vielschichtig: Fehlende bzw. keine ausgereifte theoretische Basis, unterschiedliche Definitionen von Innovation und/oder keine problembezogenen Daten. Im Rahmen dieses Beitrags wird ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand, die bestehenden Defizite und mögliche Ansätze gegeben. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer empirischen Studie, anhand welcher die Anwendung ausgewählter Innovationsarten zu einzelnen Krisenphasen vorgeschlagen wird.

Publiziert in:
Exler, M., Situm, M., & Erharter, M. (2021). Krisenbewältigung durch Innovationsmanagement: Ergebnisse einer aktuellen empirischen Studie zum Zusammenhang zwischen Innovation und Unternehmenserfolg. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 17(4), 163-169.

Wertkettenanalyse nach externen Betriebskrisen

Für jede Branche ist eine funktionsfähige Wertkette von Relevanz, um das eigene Geschäftsmodell umsetzen zu können und um schlussendlich eine Gewinnmarge zu erwirtschaften, sodass der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden kann. Im Lichte dieser Überlegungen wurde im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns der Einfluss der externen Covid-19-Krise auf die Wertkette von Tourismusbetrieben in Tirol analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einfluss in fast allen Aktivitäten spürbar war und dass Unternehmer versucht haben, mit unterschiedlichsten Maßnahmen entgegen zu wirken. Der wohl wichtigste Punkt, um die Situation so gut wie möglich zu überwinden, liegt in der Reduktion von nicht erforderlichen variablen Kosten (bspw. in Einkauf, Marketing etc.). Ein besonders hilfreicher Anker war die Möglichkeit, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Die Zeit, in der Gäste fehlen, konnte gut für die Analyse des eigenen Unternehmens genutzt werden, sodass darin auch Chancen für die Zukunft zu sehen sind. Jedoch bleiben auch nach einem möglichen Ende der Covid-19-Krise noch weitere Herausforderungen bestehen, und zwar wenn es darum geht, so schnell und reibungslos wie mögliche wieder in den operativen Betrieb über zu gehen. Hier werden die Themenfelder Personalmangel, Planbarkeit, Lieferschwierigkeiten, Erwirtschaften von Gewinn und Verkauf eine besondere Rolle einnehmen, auf welche man sich entsprechend vorbereiten sollte.

Publiziert in:
Mader, C., & Situm, M. (2021). Wertketten-Analyse nach externen Betriebskrisen. Tourismus Wissen – quarterly, 24, 160-166.

Influencer-Marketing in der Reputations- und Strategiekrise

Aus Literatur und Praxis ist hinlänglich bekannt, dass in einer Krise eine auf die Situation abgestimmte Kommunikation erforderlich ist. Aufgrund des verstärkten Einsatzes von sozialen Medien im Rahmen des digitalen Marketing erweitern sich für Unternehmen die Kommunikationsmöglichkeiten und hier spielt auch das Influencer Marketing eine wichtige Rolle. Dieser sog. Influencer, welcher Botschaften direkt und ungefiltert über Social Media an seine Zielgruppe trägt, wird im Rahmen dieses Beitrags im Umfeld einer Krise näher betrachtet. Dabei werden ausgewählte Forschungsfragen anhand von Experteninterviews diskutiert und zusammengefasst.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Grüner, A. (2021). Influencer-Marketing in der Reputations- und Strategiekrise: Ist der Einsatz von digital Opinion Leader eine geeignete Restrukturierungsmaßnahme? Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 17(1), 21-26.

Ermittlung von Eigenkapitalkosten für klein- und mittelständische Unternehmen

Durch bestehende Literatur sowie die Erhebung von Primärdaten im Rahmen der Experteninterviews  kann der Schluss gezogen werden werden, dass mit KMU aufgrund diverser qualitativer Determinanten in der Regel höhere Risiken einhergehen, welche ausschlaggebend für die Höhe der Eigenkapitalkosten sein können. Dabei sind speziell Faktoren wie eine starke Personenabhängigkeit, Unsicherheiten in der Unternehmensplanung, mangelnde Diversifizierung sowie Leistungsverflechtungen von  Familienmitgliedern und Gesellschaftern kleiner und mittlerer Unternehmen zu berücksichtigen. Im Rahmen einer Bewertung im Transaktionsprozess sind Zu- und Abschläge zur fairen Preisfindung  vorgesehen. Dabei kann ein Risikoprofil des zu bewertenden Unternehmens erstellt werden, um dies den Vergleichs unternehmen gegenüberzustellen.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Schildgen, S. (2020). Ermittlung der Eigenkapitalkosten klein- und mittelständischer Unternehmen zur Unternehmensbewertung unter Betrachtung des CAPM: Ergebnisse einer Expertenbefragung. M&A Review, 31(2), 60-66.

Effekt der Influencer-Wahrnehmung auf den Follower

Unternehmen nutzen Influencer als Markenbotschafter und Multiplikatoren, um insbesondere die junge Zielgruppe durch neutrale und nahbare Fürsprecher zu erreichen. Studien zeigen, dass Influencer Einfluss auf den Kaufentscheidungsprozess nehmen, weshalb Unternehmen auch verstärkt an einer Kooperation interessiert sind. Die Art und Weise, wie Follower Influencer wahrnehmen, auch vor dem Hintergrund von Sponsored Posts, entscheidet mitunter wie die Botschaften eines Influencers klassifiziert werden. In Anlehnung an das Elaboration-Likelihood-Modell wurden in dieser Studie 290 Personen hinsichtlich ihrer Einschätzung zum Wahrheitsgehalt von Influencer-Posts mit besonderem Fokus auf „Sponsored Posts“ befragt. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass mit steigender wahrgenommener Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit des Influencers der zugesprochene Wahrheitsgehalt von Influencer-Posts höher eingeschätzt wird. Dies mündet in eine höhere Informationsrelevanz der Influencer-Botschaften und wirkt auf den Kaufentscheidungsprozess.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Grüner, A. (2019). Effekte der Influencer-Wahrnehmung auf den Follower unter Berücksichtigung von Sponsored Posts. transfer – Zeitschrift für Kommunikation und Markenmanagement, 65(4), 48-53.

Absicherung von Forderungen zur vorinsolvenz-lichen Krisen-prophylaxe

Das unternehmerische Forderungsmanagement stellt sowohl aus der Sicht der Liquidität als auch des Risikos eine wichtige unternehmerische Funktion dar. Ausfälle von Forderungen wirken sich negativ auf die Liquidität aus und belasten aufgrund der erforderlichen Abschreibung den Gewinn. In manchen Fällen ziehen Forderungsausfälle schwerwiegende Folgen nach sich, sodass Unternehmenskrisen entstehen können oder sogar eine Insolvenz angemeldet werden muss. Ausgehend von dieser Perspektive wurden ausgewählte Fragestellungen mit Experten diskutiert, um aktuelle und zukünftige Trends im Forderungs- und Risikomanagement auszumachen.

Publiziert in:
Exler, M., Situm, M., & Keller, A. (2019). Absicherung von Forderungen zur vorinsolvenzlichen Krisenprophylaxe: Eine Trend-Analyse aus der Expertensicht bei global agierenden Unternehmen. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 15(4), 169-172.

Der Markenwert vor und nach einer M&A Transaktion

Ausgehend von den Ergebnissen können die Forschungsfragen dieser Studie beantwortet und auch Implikationen für die Praxis abgeleitet werden. Die Experten schätzen den Wert von B2C-Marken bezogen auf den Unternehmenswert höher ist als bei B2BMarken, was auch den Beobachtungen in der betrieblichen Praxis entspricht und sich mit den Allokationswerten aus PPAs35 deckt. WPStB schätzen jedoch den Wert beider Markenarten am Unternehmenswert signifikant höher ein als die M&A Adv. Eine klare Begründung für diesen Unterschied kann auf Grund der vorliegenden Daten nicht gegeben werden. Eine mögliche Vermutung könnte darin liegen, dass beide Berufsgruppen unterschiedliche Ziele beziehungsweise Rollen im Rahmen von M&A-Transaktionen verfolgen.

Publiziert in:
Situm, M., Pernsteiner, H., & Sorrentino, G. (2019). Der Markenwert vor und nach einer M&A Transaktion: Eine empirische Analyse im Perspektivenwechsel. M&A Review, 30(6), 179-185.

Sustainability Balanced Scorecard im Tourismus

Die Insolvenzquoten in der Tourismuswirtschaft steigen seit dem Jahr 2013 in Österreich wieder an. Diese Entwicklung allein zeigt jedoch nicht wirklich das Ausmaß der Schwierigkeiten in der Branche, da es noch sehr viele Unternehmen gibt, welche in einer Krise stehen und dadurch potenziell insolvenzgefährdet sind. Es gilt allgemein: Je früher eine Krise erkannt werden kann, desto kostengünstiger und gezielter können Turnaround-Maßnahmen eingeleitet werden. Als mögliches Instrument für die Früherkennung bietet sich die Balanced Scorecard (BSC) an. Einen besonderen Stellenwert sollte in so einem Instrument auch der Aspekt der Nachhaltigkeit einnehmen, welche mit unterschiedlichen Ansätzen und Messgrößen integriert werden kann, sodass eine Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) entwickelt und genutzt werden kann. Im Rahmen dieses Beitrags wird dargestellt, welche Werte eine SBSC aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht inkludieren sollte und wie eine solche explizit für die Tourismuswirtschaft ausgestaltet sein sollte, um langfristig und nachhaltig erfolgreich agieren zu können.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Lechner, R. (2019). Sustainability Balanced Scorecard im Tourismus. Tourismus Wissen – quarterly, 16, 99-104.

Der digitale Wandel in der Beraterbranche

Die Durchdringung von Industrie 4.0 und der damit zusammenhängenden Themen schreitet unaufhaltsam voran und sämtliche Akteure in der Wirtschaft sind gefordert, sich den damit einhergehenden Veränderungen zu stellen. Auch die Beraterbranche muss sich auf die anstehenden Herausforderungen vorbereiten – sowohl hinsichtlich der Art und Weise, wie Kunden in der Zukunft beraten werden sollen als auch dahingehend, wie man das eigene Geschäftsmodell digital transformiert. Neben „klassischen“ Methoden und Wissen braucht es ein umfangreicheres Know-how über digitale Geschäftsmodelle, Prozesse und IT-Tools. Im Rahmen von Turnaround und Transformation bedeutet dies, dass man auch neue und innovative (digitale) Ansätze zulassen und einsetzen muss.

Publiziert in:
Exler, M., & Situm, M. (2019). Der digitale Wandel in der Beraterbranche: Auswirkungen der digitalen Transformation auf den (Restrukturierungs-)Berater von morgen. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 15(2), 71-74.

Präventiver Restruktu-rierungsrahmen ante portas

Soweit Unternehmen in Krisenkonstellationen geraten, können die Ursachen hierfür sehr unterschiedlich sein, wobei diese Krisenursachen und die damit verbundenen Schwierigkeiten des Erkennens auch je nach der vorliegenden Krisenphase differenziert zu sehen sind. Denn je früher eine Krise erkannt wird, desto weniger belastet sie die Überlebensfähigkeit des Unternehmens. Neben der Problematik der Krisenfrüherkennung muss der jeweilige Rechtsrahmen eingehalten werden. Die Regelungen sind in den EU-Mitgliedstaaten der Europäischen Union spezifisch geregelt und dementsprechend unterschiedlichster Art. Die EU beabsichtigt nun bekanntlich, mithilfe eines präventiven Restrukturierungsrahmens die unterschiedlichen Systeme zu harmonisieren, um eine funktionierende Kapitalmarktunion zu gewährleisten. Hiermit soll in weiterer Folge die Anzahl der notleidenden Kredite gesenkt werden, damit Banken und Volkswirtschaften geschützt werden. Dieser Beitrag befasst sich mit der aktuellen Fassung des Richtlinienentwurfs bzw. dessen Vor- und Nachteilen sowie Verbesserungsaspekten gemäß in Deutschland und Österreich vorgetragenen Expertenmeinungen.

Publiziert in:
Exler, M., Pitschuch, S., & Situm, M. (2019). Präventiver Restrukturierungsrahmen ante portas: Studienergebnisse zur finalen Ausgestaltung. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 15(1), 12-16.

Der Einfluss von Online-Bewertungen auf Kaufentscheid-ungen

Online-Bewertungen sind mittlerweile fester Bestandteil im Informationsbeschaffungsprozess der Kunden. Seien es Restaurant-, Produkt-, oder sogar Arbeitgeberbewertungen. Jeder hat die Möglichkeit seine Meinung mehr oder wenig anonym – mehr oder weniger objektiv - kundzutun und fungiert damit als Kritiker, Berater und Stimme des Volkes. Diese Erfahrungsberichte in Form von symbolischen Sternen oder auch verbalisierten Rezensionen gehören mittlerweile zum Rechercheprozess des Kunden und finden damit Einklang in den Kaufentscheidungsprozess. Wie wichtig diese Bewertungen bzw. welche Macht diese entfalten können, ist Schwerpunkt dieses Beitrags.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Hein, T. (2018). Der Einfluss von Online-Bewertungen auf Kaufentscheidungen: Müssen Unternehmen umdenken? Marke41, 11(6), 8-13.

Die Insolvenz einer Gemeinde

Die Insolvenz eines Unternehmens dient zum einen der gerechten Befriedigung der Gläubiger und zum anderen der Marktbereinigung. Anders verhält es sich, wenn es sich um die Insolvenz einer Gemeinde handelt. Durch den Zugang über Steuern und Abgaben wird sich hier sehr leicht erklären lassen, warum weder Staaten noch Gemeinden in irgendeiner Weise bankrott sein können, solange die einzelnen Bürger noch liquide sind. Denn im Grunde steht es der öffentlichen Hand ja frei, Steuern und Abgaben zu erhöhen, öffentliche Leistungen zu minimieren und somit den öffentlichen Haushalt wieder zu sanieren. Diese Möglichkeit wird nach Gianviti solange bestehen, solange nicht alle Bürger illiquide sind. Dies ist zwar ein sehr vereinfachter Zugang zu dieser Thematik und hat insbesondere innerhalb der theoretischen Auseinandersetzung aber seine Berechtigung. Dennoch lohnt der nachfolgende Blick auf Ansatzpunkte für gemeindliche Insolvenzverfahren.

Publiziert in:
Angerer, A., Exler, M. W., & Situm, M. (2018). Die Insolvenz einer Gemeinde: Empirisch unterlegte Ansatzpunkte für ein gemeindliches Insolvenzverfahren. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 14(6), 269-271.

Herausforderungen von M&A in der Integrations-phase

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann festgehalten werden, dass der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung einer Post-Merger Integration in der frühzeitigen Planung des damit einhergehenden Veränderungsprozesses liegt. Nach Ansicht der Experten steigt mit entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Integration. Bezüglich Integrationsgrad und Integrations geschwindigkeit kann keine konkrete Aussage gemacht werden. Eine schnelle Integration muss nicht unbedingt erfolgreicher sein als eine langsame. Es kann auch nicht geschlossen werden, dass ein höherer Integrationsgrad zu einem höheren Erfolg bei der Integration führt. Demnach sind mehrere Faktoren ausschlaggebend, wie Grad und Geschwindigkeit angewandt werden sollten.

Publiziert in:
Exler, M., Situm, M., & Dekic, D. (2018). Herausforderungen von M&A in der Integrationsphase. M&A Review, 29(5), 184-189.

Das Anforderungs-profil des CRO

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland Arbeitsverhältnisse zunehmend flexibler und auf freier Basis gestaltet werden sowie in den größeren Insolvenzverfahren mit Eigenverwaltung oder im Schutzschirm der Chief Restructuring Officer über die Stakeholder als „externer Berater“ zum Einsatz kommt, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des angeschlagenen Unternehmens wieder zu gewährleisten, ist die Branche in Wissenschaft und Praxis aufgefordert, sich des Berufsbilds des CRO stärker als bisher anzunehmen. Grundlage der vorliegenden Befragung sind die Ergebnisse einer Studie der KPMG Deutschland und der Justus-Liebig-Universität Gießen aus dem Jahre 2007, die sich mit der Definition, den Aufgaben sowie der Abgrenzung zum Restrukturierungsberater beschäftigt hat. Als These für die Expertenbefragung wurde formuliert, dass jetzt, neun Jahre später, sich das Profil des CRO im Vergleich zu 2007 gewandelt hat. Mit einer Datenerhebung mittels Fragebogen wurden die Parameter der Referenzstudie herangezogen und die Ergebnisse miteinander verglichen.

Publiziert in:
Exler, M. W., Situm, M., & Wanninger, A. (2017). Das Anforderungsprofil des CRO: Ergebnisse einer aktuellen Expertenbefragung im Vergleich mit Vorstudien. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 13(3), 103-106.

Die Unternehmens-nachfolge auf dem Krisen-Prüfstand

Familienunternehmen spielen in Deutschland und Österreich eine bedeutende volkswirtschaftliche Rolle und es ist daher von großer Relevanz, dass sie erhalten bleiben. Dieses Fortbestehen ist mit der Anforderung einer vernünftig geregelten Unternehmensübergabe verbunden, was größtenteils bedeutet, dass ein interner Nachfolger gesucht und aufgebaut wird. Mit der einhergehenden Übergabe wird ein neues Management eingesetzt und dadurch ergeben sich schwierig vorhersehbare Einflüsse auf die weitere Entwicklung des Familienunternehmens. Es kann sich nicht selten auch herausstellen, dass eine interne Unternehmensnachfolge nicht sinnvoll erscheint, weil bestimmte Faktoren nicht erfüllt sind, um eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten zu können. Im Zuge einer kürzlich durchgeführten Studie wurde die Gestaltung der internen Nachfolge auf den Prüfstand gestellt und es galt heraus zu finden, unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, eine Übergabe intern vorzunehmen.

Publiziert in:
Erber, T., Exler, M. W., & Situm, M. (2016). Die interne Unternehmensnachfolge auf dem Krisen-Prüfstand: Ergebnisse zu ausgewählten Fragestellungen einer Expertenbefragung. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 13(2), 53-59.

Die Rolle des monetären Markenwerts bei M&A-Transaktionen

Eine Vielzahl durchgeführter Studien zeigt im Zuge einer Purchase Price Allocation (PPA) den hohen Anteil immaterieller Vermögenswerte und des Goodwills am Kaufpreis. Nach nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften werden essenzielle immaterielle Werttreiber erst mit dem Unternehmenszusammenschluss bilanziell sichtbar. Insbesondere die Markenrechte als Bestandteil der identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte beinhalten meist verborgene und wertvolle stille Reserven. Eine eigene empirische Untersuchung zeigte, dass durch ein eingebrachtes Markenwertgutachten sowohl die Verhandlungsposition als auch das Transaktionsvolumen bei einem M&A-Deal erhöht werden kann. In derselben Untersuchung gaben sowohl M&A- als auch Private-Equity-Experten an, dass die Bewertung aller immaterieller Vermögensgegenstände noch kein fester und etablierter Bestandteil der Due Diligence ist, wenngleich im Rahmen des Marketing-Audits die Markenbewertung als Bestandteil angesehen wird.

Publiziert in:
Situm, M., Sorrentino, G., & Vogt, T. (2016). Die Rolle des monetären Markenwerts bei M&A-Transaktionen: Eine Status Quo Betrachtung unter Berücksichtigung empirischer Ergebnisse. M&A Review, 27(9), 294-303.

Strategische Optionen zur Kapitalisierung der Marke

Die Markenbewertung ist kein völlig neues Forschungsfeld. Dennoch wird an den publizierten Normen und Standards deutlich, dass die Diskussion um die monetäre Bewertung von Marken insbesondere in den vergangenen fünf Jahren deutlich intensiver wurde. Welche Vorteile ergeben sich vor allem in einer Krisensituation durch eine monetär bewertete Marke? Wie sehen Insolvenzverwalter und Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Insolvenzrecht in Deutschland und Österreich die Chancen zur Nutzung des monetären Markenwerts? Brandstock Valuation hat zu diesem Themenkreis eine Umfrage durchgeführt. Die zentrale Forschungshypothese der Studie lautete: Die Identifikation eines (hohen) monetären Markenwerts trägt in einer Krisensituation oder Insolvenz dazu bei, die strategischen Handlungsoptionen des Insolvenzverwalters zu verbessern.

Publiziert in:
Exler, M. W., Situm, M., Sorrentino, G., & Vogt, T. (2016). Strategische Optionen zur Kapitalisierung der Marke: Eine empirische Untersuchung des Markenwerts aus Sicht von Insolvenzverwaltern. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 12(2), 53–60.

MBO and MBI als Alternativen zu familieninternen Nachfolgelösungen

Eine ungeregelte Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen ist aus Sicht von Kreditinstituten ein Signal für ein potenzielles Problem und wird damit auch als Indikation für eine Unternehmenskrise angesehen. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass in den nächsten Jahren eine hohe Anzahl an Unternehmensübergaben ansteht und häufig ist es der Fall, dass eine familieninterne Nachfolgelösung aufgrund unterschiedlichster Gegebenheiten als nicht realisierbar erscheint. In derartigen Situationen ist es möglich, eine familienexterne Nachfolgelösung anzustreben, was schlussendlich den Verkauf des Familienunternehmens an einen Dritten bedeutet. Im Zuge einer Studie wurde dieser letzte Aspekt genauer untersucht und es galt herauszufinden, wie Kreditinstitute in Deutschland und Österreich dieser Lösung grundsätzlich gegenüberstehen, wie attraktiv familienexterne Modelle im Vergleich untereinander gesehen werden und ob sich diese Einschätzung signifikant verändert, wenn es sich – anstatt eines wirtschaftlich stabilen – um ein in der Krise befindliches Unternehmen handelt.

Publiziert in:
Exler, M. W., Situm, M., & Thurnbichler, R. (2015). MBO und MBI als Alternativen zu familieninternen Nachfolgelösungen: Eine Analyse zur Sicht von Kreditinstituten in Deutschland und Österreich. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 11(5), 207–213.

Potenzielle Unternehmens-krisen früher erkennen

Versucht man, die wirtschaftliche und finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen, darf man keinesfalls dessen Strategie außer Acht lassen. Es ist jedoch nicht einfach, mögliche strategische Krisen frühzeitig zu erkennen. Ein neues Analysemodell liefert einen Signalwert, der Krisen auf den ersten Blick sichtbar macht.

Publiziert in:
Situm, M. (2014). Potenzielle Unternehmenskrisen früher erkennen. Controlling & Management Review, 58(6), 60–68. (VHB JQ 3: D)

Die Krise verändert das operative Agieren

Unternehmen in der Krise können mit entsprechenden Turnaround-Maßnahmen wieder in eine wirtschaftlich stabile Situation überführt werden. Hierfür ist es für den Manager erforderlich, sowohl eine entsprechende Datenbasis zu erarbeiten als auch Kenntnis über das Zusammenspiel der unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen zu besitzen. Ausgehend davon müssen auf operativer Ebene Veränderungen implementiert werden, damit eine zielgerichtete und effiziente Reorganisation erreicht werden kann. Dies geht einher mit dem Aufbrechen bestehender Strukturen und Abläufe innerhalb der Wertkette eines Unternehmens.

Publiziert in:
Exler, M. W., Situm, M., & Hueber, S. (2014). Die Krise verändert das operative Agieren: Eine vergleichende Analyse zwischen gesunden und angeschlagenen Unternehmen. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 10(5), 202–207.

Indikatoren zur Früherkennung von Unternehmens-krisen in der Beraterpraxis

Es gibt unterschiedlichste Ansätze, wie man in der Beraterpraxis die finanzielle und wirtschaftliche Situation eines Unternehmens bewerten bzw. beurteilen kann. Erfahrungen zeigen, dass ganz bestimmte Indikatoren analysiert werden müssen, um anstehende Unternehmenskrisen frühzeitig und umfassend erkennen zu können. In der betriebswirtschaftlichen Literatur wurden in zahlreichen Publikationen verschiedenste dieser Krisenindikatoren untersucht, welche z.T. in der Beraterpraxis Anwendung finden. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Befragung zu relevanten Krisenindikatoren und auch ein Vergleich der daraus resultierenden Ergebnisse mit einschlägigen Frühwarnsignalen aus der Literatur dargestellt. Die Ergebnisse zeigen interessante Ansatzpunkte, welche von Praktikern in ihrer Beratungstätigkeit eingesetzt werden können.

Publiziert in:
Exler, M., & Situm, M. (2014). Indikatoren zur Früherkennung von Unternehmenskrisen in der Beraterpraxis: Ansatzpunkte zur Etablierung eines internen Frühwarnsystems. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 10(2), 53–59.

Früherkennung von Unternehmens-krisen

Unternehmensinsolvenzen stellen eine bestimmte Form von Marktineffizienz dar, die ihrerseits als Maßstab für die Entwicklung und Robustheit eines Staats angesehen werden kann. Es besteht somit ein gesamtwirtschaftliches Interesse, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen, damit entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Früherkennung beginnt bereits mit der Aufdeckung von strategischen Krisen, was im Allgemeinen schwierig ist, da sich diese zum größten Teil nicht in Jahresabschlusszahlen wiederfinden. Es gibt jedoch durchaus Ansätze, die bei der Bewältigung einer Strategieprüfung und der Umsetzung eines strategischen Controlling-Systems nützlich sind. Die Bedeutung einer nachhaltig funktionierenden Strategie nimmt in der wirtschaftlichen Praxis immer mehr zu und somit wird es auch immer wichtiger, entsprechende Instrumente zur Strategiemessung in Unternehmen zum Einsatz zu  bringen.

Publiziert in:
Exler, M., & Situm, M. (2013). Früherkennung von Unternehmenskrisen: Systematische Einteilung von Krisenfrüherkennungsindikatoren zu den unterschiedlichen Krisenphasen eines Unternehmens. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 9(4), 161–166.