Forschungs-ergebnisse

"Auch mit eigener Wissenschaft, kann man Wissen schaffen."

Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit verwende ich quantitative und qualitative Methoden, um ausgewählte Fragestellungen in meinen Forschungsfeldern zu analysieren und die daraus resultierenden Ergebnisse der Forschungs-Community vorzustellen. Die daraus abgeleiteten Forschungsergebnisse sind auf dieser Homepage kurz zusammengefasst. Interessenten können die betreffenden Artikel direkt bei mir anfordern oder zum Teil über den Abschnitt "Publikationen" herunter laden.

Situm, M., Sorrentino, G., & Vogt, T. (2016). Die Rolle des monetären Markenwerts bei M&A-Transaktionen: Eine Status Quo Betrachtung unter Berücksichtigung empirischer Ergebnisse. M&A Review, 27(9), 294-303.

  
Der Artikel untersucht die Bedeutung des monetären Markenwerts in M&A-Transaktionen und zeigt, dass immaterielle Vermögenswerte – insbesondere Marken – einen wesentlichen Anteil am Kaufpreis ausmachen, bilanziell jedoch vor einer Transaktion häufig nicht sichtbar sind. Anhand empirischer Erhebungen und ausgewählter Praxisbeispiele wird belegt, dass ein fundiertes Markenwertgutachten die Verhandlungsposition von Verkäufern stärken und das Transaktionsvolumen erhöhen kann. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bewertung immaterieller Vermögenswerte bislang nur selten systematisch in die Due Diligence integriert ist, obwohl ihr Einfluss auf Kaufpreisallokationen erheblich ist. Der Beitrag stellt zudem Markenwert-Umsatz-Multiples als pragmatisches Instrument für eine erste indikative Markenbewertung vor und ordnet diese branchenbezogen ein. Insgesamt plädieren die Autoren für eine stärkere finanzwirtschaftliche Nutzung und transparente Kommunikation von Markenwerten, um Informationsdefizite zwischen Buchwert und Unternehmenswert zu reduzieren und fundiertere Investitionsentscheidungen zu ermöglichen

Exler, M. W., Situm, M., Sorrentino, G., & Vogt, T. (2016). Strategische Optionen zur Kapitalisierung der Marke: Eine empirische Untersuchung des Markenwerts aus Sicht von Insolvenzverwaltern. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 12(2), 53–60.

  
Die Markenbewertung ist kein völlig neues Forschungsfeld. Dennoch wird an den publizierten Normen und Standards deutlich, dass die Diskussion um die monetäre Bewertung von Marken insbesondere in den vergangenen fünf Jahren deutlich intensiver wurde. Welche Vorteile ergeben sich vor allem in einer Krisensituation durch eine monetär bewertete Marke? Wie sehen Insolvenzverwalter und Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Insolvenzrecht in Deutschland und Österreich die Chancen zur Nutzung des monetären Markenwerts? Brandstock Valuation hat zu diesem Themenkreis eine Umfrage durchgeführt. Die zentrale Forschungshypothese der Studie lautete: Die Identifikation eines (hohen) monetären Markenwerts trägt in einer Krisensituation oder Insolvenz dazu bei, die strategischen Handlungsoptionen des Insolvenzverwalters zu verbessern.

Exler, M. W., Situm, M., & Thurnbichler, R. (2015). MBO und MBI als Alternativen zu familieninternen Nachfolgelösungen: Eine Analyse zur Sicht von Kreditinstituten in Deutschland und Österreich. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 11(5), 207–213.

  
Eine ungeregelte Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen ist aus Sicht von Kreditinstituten ein Signal für ein potenzielles Problem und wird damit auch als Indikation für eine Unternehmenskrise angesehen. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass in den nächsten Jahren eine hohe Anzahl an Unternehmensübergaben ansteht und häufig ist es der Fall, dass eine familieninterne Nachfolgelösung aufgrund unterschiedlichster Gegebenheiten als nicht realisierbar erscheint. In derartigen Situationen ist es möglich, eine familienexterne Nachfolgelösung anzustreben, was schlussendlich den Verkauf des Familienunternehmens an einen Dritten bedeutet. Im Zuge einer Studie wurde dieser letzte Aspekt genauer untersucht und es galt herauszufinden, wie Kreditinstitute in Deutschland und Österreich dieser Lösung grundsätzlich gegenüberstehen, wie attraktiv familienexterne Modelle im Vergleich untereinander gesehen werden und ob sich diese Einschätzung signifikant verändert, wenn es sich – anstatt eines wirtschaftlich stabilen – um ein in der Krise befindliches Unternehmen handelt. 

Exler, M. W., Situm, M., & Hueber, S. (2014). Die Krise verändert das operative Agieren: Eine vergleichende Analyse zwischen gesunden und angeschlagenen Unternehmen. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 10(5), 202–207.

  
Unternehmen in der Krise können mit entsprechenden Turnaround-Maßnahmen wieder in eine wirtschaftlich stabile Situation überführt werden. Hierfür ist es für den Manager erforderlich, sowohl eine entsprechende Datenbasis zu erarbeiten als auch Kenntnis über das Zusammenspiel der unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen zu besitzen. Ausgehend davon müssen auf operativer Ebene Veränderungen implementiert werden, damit eine zielgerichtete und effiziente Reorganisation erreicht werden kann. Dies geht einher mit dem Aufbrechen bestehender Strukturen und Abläufe innerhalb der Wertkette eines Unternehmens.

Exler, M., & Situm, M. (2014). Indikatoren zur Früherkennung von Unternehmenskrisen in der Beraterpraxis: Ansatzpunkte zur Etablierung eines internen Frühwarnsystems. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 10(2), 53–59.

 
Es gibt unterschiedlichste Ansätze, wie man in der Beraterpraxis die finanzielle und wirtschaftliche Situation eines Unternehmens bewerten bzw. beurteilen kann. Erfahrungen zeigen, dass ganz bestimmte Indikatoren analysiert werden müssen, um anstehende Unternehmenskrisen frühzeitig und umfassend erkennen zu können. In der betriebswirtschaftlichen Literatur wurden in zahlreichen Publikationen verschiedenste dieser Krisenindikatoren untersucht, welche z.T. in der Beraterpraxis Anwendung finden. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Befragung zu relevanten Krisenindikatoren und auch ein Vergleich der daraus resultierenden Ergebnisse mit einschlägigen Frühwarnsignalen aus der Literatur dargestellt. Die Ergebnisse zeigen interessante Ansatzpunkte, welche von Praktikern in ihrer Beratungstätigkeit eingesetzt werden können.

Exler, M., & Situm, M. (2013). Früherkennung von Unternehmenskrisen: Systematische Einteilung von Krisenfrüherkennungsindikatoren zu den unterschiedlichen Krisenphasen eines Unternehmens. Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung, 9(4), 161–166.

  
Unternehmensinsolvenzen stellen eine bestimmte Form von Marktineffizienz dar, die ihrerseits als Maßstab für die Entwicklung und Robustheit eines Staats angesehen werden kann. Es besteht somit ein gesamtwirtschaftliches Interesse, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen, damit entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Früherkennung beginnt bereits mit der Aufdeckung von strategischen Krisen, was im Allgemeinen schwierig ist, da sich diese zum größten Teil nicht in Jahresabschlusszahlen wiederfinden. Es gibt jedoch durchaus Ansätze, die bei der Bewältigung einer Strategieprüfung und der Umsetzung eines strategischen Controlling-Systems nützlich sind. Die Bedeutung einer nachhaltig funktionierenden Strategie nimmt in der wirtschaftlichen Praxis immer mehr zu und somit wird es auch immer wichtiger, entsprechende Instrumente zur Strategiemessung in Unternehmen zum Einsatz zu bringen.